kinesiologische_bestimmung

Ablauf des Muskeltests

 

Nach George Goodheart, Gründer der "Applied Kinesiology" (AK), bittet der Untersucher (Tester) den Patienten bzw. Probanden, den Arm in eine Position von 90° Abduktion ( = vom Körper weg seitlich hochheben) mit 90° Beugung im Ellenbogen zu bringen. Dann erklärt er dem Patienten in möglichst einfachen Worten den Testvorgang, der daraus besteht, dass der Patient bzw. Proband gegen den Druck des Testers - so fest er kann - noch weiter in Richtung Abduktion drückt. Der Druck des Untersuchers gegen den Ellenbogen des Patienten erfolgt mit einem breiten, weichen Kontakt, bei dem jeder Schmerz vermieden wird.

Der gesamte Muskeltest ist isometrisch, d.h. ohne Veränderung der Muskellänge. Der Tester fühlt, wie der Patient seine maximale Kraft entwickelt und drückt mit genau gleicher Kraft dagegen. Hat der Patient bzw. Proband seine Maximalkraft erreicht, dann erhöht der Untersucher seinen Druck fast unmerklich nochmals um ca. 1,5 - 2,5 Sekunden.

Der Muskel wird als stark bezeichnet, wenn der Proband dem kleinen Extradruck widerstehen kann. "Schwäche" wird dahingehend definiert, dass der Patient diesem Extradruck nicht standhalten kann. Wichtig ist also, dass der Patient bzw. Proband als erstes zu drücken beginnt und dass man nicht die absolute Muskelstärke in Kilopond testet, sondern die Fähigkeit des Patienten, eine maximale isometrische Kontraktion gegen den ansteigenden Testdruck auszuführen.

Im Regelfall sollte die eigentliche Testung des Muskels nicht länger als ca. 2 bis maximal 3 Sekunden dauern.

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