An charakteristischen Stellen treten die Meridiane bis auf ca. 2–3 Millimeter an die Körperoberfläche. Hier befinden sich Akupunkturpunkte.
Während die Meridiane als präparierbare anatomische Strukturen nicht nachweisbar sind, konnten die Akupunkturpunkte als eng begrenzte Löcher in der oberflächlichen Körperfaszie identifiziert werden. (Die Faszie ist eine dünne, sehnenartige Muskelhaut aus Bindegewebe.)
Als Entdecker bzw. Erstbeschreiber gilt der deutsche Anatom Prof. Dr. Hartmut Heine, der in einem fotografischen Verfahren die Existenz der Akupunkturpunkte nachweisen konnte.
Die Körperfaszie ist eine hauchzarte bindegewebige Hülle, die unter der Haut liegt und üblicherweise schon von Blutgefäßen und Nerven, die vom Körperinneren zur Haut ziehen, perforiert (durchtrennt) wird. Diese Nerv-Gefäß-Bündel sind immer von einer Manschette aus Bindegewebe umgeben.
Wichtig ist, dass sich die Akupunkturpunkte in ihrer elektrischen Leitfähigkeit von der umgebenden Haut unterscheiden. Während die elektrische Leitfähigkeit der Haut sich sehr schnell ändern kann (z. B. von Messung zu Messung innerhalb von Sekunden), bleibt sie im Bereich der Akupunkturpunkte (relativ) stabil.
Die chinesische Medizin beschreibt mehrere Arten von Akupunkturpunkten, worauf an dieser Stelle nicht näher eingegangen muß.
Bedeutsam ist, dass an den Akupunkturpunkten das energetische Potential des Organs gemessen werden kann, das mit dem betreffenden Meridian verbunden ist.
Dieses Potential ist am jeweiligen Akupunkturpunkt durch Behandlung z. B. mit Nadeln bzw. Massage (Nadelakupunktur, Akupunktmassage) beeinflussbar, wodurch innerhalb des Meridians Energie verschoben bzw. dirigiert werden kann und somit auch Energieüberschüsse bzw. Energiemangel ausgeglichen werden können.
