Das Dreieck der Gesundheit
Goodheart hatte in seiner Arbeit herausgefunden, dass sich bei Behandlung oder auch nur Berührung therapeutisch wichtiger Punkte am Körper unmittelbar der Anspannungszustand (Tonus) bestimmter Muskeln ändert. Er entdeckte bei Patienten Schwächen einzelner Muskeln, die sich zusätzlich zu chiropraktischen Behandlungen durch eine Vielzahl weiterer Therapien beheben ließen.
Im Laufe der Zeit kam man auf viele Einflüsse, die sich auf die Muskelkraft auswirken und Muskelfehlfunktionen verursachen können. Das heißt, Goodheart konnte einen Zusammenhang nachweisen zwischen Muskelstärke und verschiedenen positiven und negativen Einflussfaktoren.
Positive Faktoren können z.B. Heilmittel, manuelle Behandlung oder Akupunktur sein, negative z.B. Allergene, unverträgliche Substanzen oder negative Emotionen.
Entsprechend dieser Einflüsse fand man verschiedene Therapien. Drei grundlegende Bereiche bildeten sich in Bezug auf die Krankheitsursachen und die entsprechenden Therapiemöglichkeiten heraus:
1. Der Bewegungsapparat / die Struktur
2. Die Biochemie
3. Die Elektromagnetik / die psychisch-emotionale Seite
Man spricht in der Kinesiologie von einem "Dreieck der Gesundheit", wobei die einzelnen Bereiche sich gegenseitig beeinflussen können. So können zum Beispiel starke seelische Belastungen Schmerzen im Nackenbereich verursachen. "Man kann etwas nicht mehr ertragen", heißt es schon im Volksmund.
Der Mensch befindet sich nach der Kinesiologie in einem Gleichgewicht, das sich ständig neu formiert - es kann es stabile und instabile Formen annehmen. Dabei bildet die Struktur, d. h. die Funktion der Muskeln, Bänder, Gelenke, Organe usw. die Basis.
Sowohl die psychisch-emotionale als auch die biochemische Seite (Stoffwechsel, Vitamine, Spurenelemente, Schadstoffe) spielen in diesem Gleichgewicht eine wichtige Rolle. Nur wenn die drei Seiten sich in einem ausgewogenen Verhältnis befinden, besteht eine spannungsfreie Situation und optimale Gesundheit.
Jede Störung einer Seite hat Auswirkungen auf die Symetrie im Dreieck und zwingt den Körper, unter den gegebenen Verhältnissen eine neue Balance zu finden, die teilweise aber nur auf Kosten der anderen Seiten erreicht werden kann. Das Dreieck muß sich außerhalb seiner normalen Symetrie einpendeln und Symptome, die als Folge einer solchen Situation auftreten können, reichen vom Kopfschmerz über Verdauungsstörungen und Meniskusschaden bis hin zum Bandscheibenvorfall.
