farben

Goethes Farbtheorie

Alle modernen Farbtherapien basieren letztendlich auf den Grundsätzen der Farbtheorie von Johann Wolfgang von Goethe. Goethe ging von einem Farbenkreis aus, auf dem nach ihm viele Wissenschaftler ihre Theorien aufbauten. Dieser Farbenkreis wird von drei reinen Farben, Rot, Blau und Gelb und den zugehörigen Mischfarben erster Ordnung Violett, Orange und Grün gebildet.

Goethe bezeichnete die hellen, warmen und aktiven Farben Orange und Gelb als lebhaft, regsam und strebend, was nach moderner Terminologie stimulierend, extensiv und expansiv entspricht. Die dunklen, kühlen und passiven Farben Violett und Blau wecken mehr eine ruhige, weiche, sehnende Empfindung, wirken eher introvertiert. Rot steht dazwischen und kann je nach Färbung beiden Bereichen angehören. Grün ist neutral und als ausgleichende und ruhende Mitte aller Farben zu betrachten.

Goethe setzte die drei reinen Farben, die er Grundfarben nannte, an die jeweiligen Ecken eines gleichseitigen Dreiecks, das als geometrische, aber auch als harmonische Figur dem Dreiklang der Musik entspricht (s. Abb.). Das Neue an Goethes Herangehensweise war, dass er Farben als Teil eines Harmoniegesetzes ansah, das für Farben ähnlich wie für Töne gilt.

 

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